Ladenest
DE
Suche Seite durchsuchen
Menü Ladenest
Farbschema
Sprache Deutsch
Zurück zum Blog
Neuigkeiten

V2G-Marktstart Ende 2026: Was bidirektionales Laden jetzt wirklich bringt

V2G-Marktstart Ende 2026: Was bidirektionales Laden jetzt wirklich bringt

Volkswagen und seine Energietochter Elli wollen ab dem vierten Quartal 2026 das erste große Komplettpaket für bidirektionales Laden an deutsche Privatkunden verkaufen. Dein E-Auto steht dann nicht mehr nur an der Wallbox herum, sondern speist Strom zurück ins Netz und bekommt Geld dafür. Überall zitiert wird dieselbe Zahl: bis zu 900 € im Jahr. Ändert das deine Wallbox-Entscheidung jetzt gerade?

Stand: 27.08.2026

1

Bidirektionales Laden: Was VW und Elli starten

VW kündigte es am 17. April 2026 an. Wie heise online berichtet, kommt kein Einzelprodukt, sondern ein fertiges Paket: dynamischer Stromtarif, bidirektionale DC-Wallbox, Smart Meter und App. Seit Juni 2026 kannst du dich laut ecomento.de vorregistrieren.

Wer mitmachen darf, ist eng gefasst: VW nennt laut heise ID.-Modelle ab Baujahr 2023. Ein Tesla, Kia oder Hyundai bleibt außen vor.

2

Wie viel bringt bidirektionales Laden?

Die 700 bis 900 € pro Jahr sind eine Schätzung von VW und Elli selbst, keine Messung. Sie kombinieren die Ersparnis durch flexibles Laden mit einer Vergütung für die bereitgestellte Batterie, berechnet laut Unternehmensangaben unabhängig vom tatsächlichen Handelserfolg (ecomento.de).

Und real? Belastbare Erfahrungswerte zu tatsächlichen Erlösen gibt es laut ADAC bisher nicht, weil der Markt dafür noch zu jung ist.

Ein Anhaltspunkt existiert trotzdem, und er kommt nicht von VW. Deutschlands erstes V2G-Angebot für Privatkunden startete schon am 9. Februar 2026 bei BMW und E.ON: 0,40 € je zurückgespeister Kilowattstunde, gedeckelt bei 60 € im Monat, also maximal 720 € im Jahr (BMW Group). VW ist also nicht der Erste. Nur der Größte.

Wie klein die Beträge anfangs ausfallen, zeigt ein Feldtest des Versorgers enercity: Zwölf VW ID. Buzz erzielten erste Erlöse im niedrigen dreistelligen Bereich (electrive.net). Für zwölf Fahrzeuge zusammen.

3

Warum das ausgerechnet jetzt geht

Bis Ende 2025 wurde zurückgespeister Autostrom wie normaler Verbrauch abgerechnet und damit doppelt mit Netzentgelten belastet. Die EnWG-Novelle, die der Bundestag am 13. November 2025 beschlossen hat, behandelt ihn seit 1. Januar 2026 wie Speicherstrom (heise online). Wie stark Netzentgelte deine Ladekosten sonst treiben, steht im Beitrag zu den Netzentgelten 2027.

4

V2H oder V2G: Was heute schon geht

Die Begriffe werden ständig verwechselt. V2H speist den Autostrom ins eigene Haus, V2G ins öffentliche Netz gegen Geld. Die Technik dahinter steckt im Grundlagenartikel zum bidirektionalen Laden.

Der Flaschenhals sitzt bei der Hardware. Käuflich sind bidirektionale Serien-Wallboxen in Deutschland 2026 bislang nur von zwei Anbietern: der BMW Wallbox Professional und der E3/DC „edsn“ (pv magazine). Welches Modell was kann, steht in der Übersicht zu bidirektionalen Wallbox-Modellen.

5

Was du heute stattdessen kaufen kannst

Lädt dein Auto nicht bidirektional, bringt dir eine bidirektionale Wallbox exakt nichts. Sinnvoller ist eine solide 11-kW-Wallbox mit dynamischem Tarif und PV-Anbindung, also die Hälfte des VW-Pakets, die heute schon spart: Laden mit dynamischem Stromtarif.

Der go-e Charger Gemini Flex lädt mit 11 kW, läuft per App und unterstützt PV-Überschussladen. 582,04 € (Stand: 27.08.2026, Amazon.de), 4,7 Sterne aus 157 Bewertungen. Bidirektional ist er nicht, das behauptet der Anbieter auch nirgends.

go-e Charger Gemini Flex 11 kW

Schlichter und günstiger: die HEIDELBERG Wallbox Home Eco, ebenfalls 11 kW, 499,00 € (Stand: 27.08.2026, Amazon.de), 4,8 Sterne aus 364 Bewertungen. Amazon führt sie allerdings als Auslaufmodell. V2G kann auch sie nicht.

HEIDELBERG Wallbox Home Eco 11 kW

6

Fazit

Ende 2026 wird bidirektionales Laden zum ersten Mal ein Massenprodukt, aber nur für VW-Fahrer mit passendem Baujahr. Ob die 700 bis 900 € in der Praxis ankommen, weiß im Moment niemand.

Sofort mitnehmen kannst du dagegen etwas, das mit der Wallbox nichts zu tun hat: die THG-Quote für dein Fahrzeug. Der THG-Quote-Vergleich zeigt, welche Anbieter aktuell wie viel auszahlen.

Alle Produkte aus diesem Beitrag

Im Text erwähnte Produkte sind markiert; die übrigen sind Alternativen aus derselben Kategorie.

Affiliate-Hinweis: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Produktpreise und Verfügbarkeit können sich ändern.

7

Häufig gestellte Fragen

Wann startet V2G in Deutschland für Privatkunden?

Das Paket von Volkswagen und Elli soll im vierten Quartal 2026 anlaufen, angekündigt wurde es im April 2026. BMW und E.ON sind mit einem kleineren Angebot dagegen schon seit dem 9. Februar 2026 am Markt.

Wie viel Geld bringt bidirektionales Laden pro Jahr?

Volkswagen und Elli schätzen 700 bis 900 € jährlich, eine Bestfallrechnung des Anbieters und keine Messung. BMW und E.ON deckeln ihr laufendes Modell bei 720 €. Laut ADAC fehlen bisher belastbare Erfahrungswerte zu realen Erlösen, weil der Markt zu jung ist.

Brauche ich für V2G eine spezielle Wallbox?

Ja. Eine normale Wallbox lädt nur in eine Richtung. Für V2G brauchst du eine bidirektionale Ladestation, und käuflich sind 2026 in Deutschland erst zwei Serienmodelle: die BMW Wallbox Professional und die E3/DC „edsn“.

Kann jedes E-Auto bidirektional laden?

Nein. Beim VW-Angebot sind laut heise ID.-Modelle ab Baujahr 2023 vorgesehen, BMW koppelt sein Angebot an eigene Fahrzeuge. Für einen Tesla, Kia oder Hyundai gibt es Ende 2026 noch kein passendes Privatkunden-Angebot in Deutschland.

Quellen

  1. heise online heise.de
  2. ecomento.de ecomento.de
  3. ADAC adac.de
  4. BMW Group press.bmwgroup.com
  5. electrive.net electrive.net
  6. heise online heise.de
  7. pv magazine pv-magazine.de

Ähnliche Beiträge