Wallbox Standfuß: freistehend laden, wenn keine Wand da ist
Carport, offener Stellplatz, eine Garage aus Blech: manchmal ist keine Wand da, an die eine Ladestation passt. Genau dafür gibt es den Wallbox Standfuß, eine freistehende Halterung, die die Wallbox auf einer eigenen Säule trägt statt am Mauerwerk.
Standfuß, Stele oder Säule?
Vier Wörter, ein Bauteil. Standfuß, Stele, Säule und Ständer meinen dasselbe: einen freistehenden Pfosten, auf den die Wallbox geschraubt wird. Die Shops benennen das unterschiedlich, such also ruhig unter allen vier Begriffen, wenn du vergleichst.
Fundament oder Bodenplatte
Der Pfosten muss dem Hebel beim Ein- und Ausstecken des Kabels und dem Wind standhalten. Üblich ist ein Punktfundament von rund 50 bis 80 cm Tiefe. Nach Angaben von Fundamentwelt ist Schnellbeton oft schon nach 15 bis 30 Minuten tragfähig und nach ein bis zwei Stunden voll belastbar, unter +5 °C solltest du aber nicht betonieren. Wer nicht graben will, schraubt den Standfuß auf eine vorbereitete Bodenplatte. Das hält weniger dauerhaft, lässt sich später aber versetzen.
Passt jede Wallbox drauf?
Nein. Wie der Vergleich von testsieger.de zeigt, sind die meisten Stelen markenspezifisch vorgebohrt, passen also nur zum Bohrbild einer Marke. Universelle Standfüße gibt es, hier musst du die Löcher aber oft selbst setzen. Prüf das Bohrbild deiner Wallbox vor dem Kauf. Welches Modell überhaupt zu deinem Anschluss passt, klärt der Wallbox-Vergleich. Und draußen zählt die Schutzart: MENNEKES nennt für den Außenbereich mindestens IP54, staub- und spritzwassergeschützt. Ein reines Innengerät gehört nicht auf eine Stele.
Was kostet das?
Laut ADAC kommen für einen Standfuß oder eine Montagestele rund 400 bis 1.000 Euro zusätzlich zum Wallbox-Preis dazu. Was die Montage insgesamt kostet, steht im Kostenüberblick mit Montage.
Graben, Beton und Verschrauben kannst du selbst erledigen. Der elektrische Anschluss im Standfuß gehört aber in die Hände einer Elektrofachkraft, das ist Pflicht, keine Kür. Egal, wie du dich entscheidest: als E-Auto-Besitzer kannst du unabhängig davon die THG-Quote sichern, bis zu 390 € im Jahr. Unterm Strich schlägt ein gekaufter Wallbox Standfuß mit passendem Bohrbild und ordentlichem Fundament den Eigenbau fast immer.
Häufig gestellte Fragen
Braucht ein Wallbox-Standfuß ein Betonfundament?
Meistens ja. Der Pfosten muss den Hebel beim Einstecken und den Wind aushalten, dafür ist ein Punktfundament von rund 50 bis 80 cm Tiefe üblich. Eine aufgeschraubte Bodenplatte ist die Alternative, wenn du nicht graben willst oder den Standfuß später versetzen möchtest. Sie hält aber weniger dauerhaft als einbetonieren.
Was kostet eine Stele im Vergleich zur Wandmontage?
Laut ADAC kommen für einen Standfuß oder eine Montagestele rund 400 bis 1.000 Euro zusätzlich zum Wallbox-Preis dazu. Die Wandmontage spart diesen Aufschlag, weil Fundament und Pfosten wegfallen. Der freistehende Weg lohnt sich also vor allem dann, wenn wirklich keine passende Wand in Kabelreichweite ist.
Passt jede Wallbox auf einen Universal-Standfuß?
Nicht automatisch. Universelle Standfüße haben eine große Montagefläche, die Bohrlöcher für deine Wallbox musst du dort aber oft selbst setzen. Markenspezifische Stelen sind dagegen exakt aufs Bohrbild einer Marke vorgebohrt. Prüf vor dem Kauf das Bohrbild deines Modells, sonst passt die schönste Säule nicht.
Kann ich den Standfuß selbst aufstellen?
Den mechanischen Teil ja: Loch graben, Fundament setzen und den Pfosten verschrauben ist erlaubte Eigenleistung. Der elektrische Anschluss im Standfuß dagegen muss von einer Elektrofachkraft erledigt werden, das schreibt der Gesetzgeber vor. Die einfache Montage ändert nichts an dieser Pflicht.