Wallbox mieten oder kaufen? Der ehrliche Rechner 2026
Stand aller Preise, Laufzeiten und Förderangaben: 28.09.2026
Eine Wallbox mieten kostet dich bei SachsenEnergie €20 im Monat (Stand: 28.09.2026). Für professionelle Schnellladestationen nennt Zaptec bis zu €550 im Monat, allerdings in einem Ratgeber vom 15.03.2024. Irgendwo dazwischen liegt dein Angebot. Und genau deshalb ist die Frage so zäh. Ich hab die Angebote von fünf Mietanbietern neben die Kaufkosten laut ADAC gelegt und durchgerechnet, was Wallbox mieten dich nach 1, 3, 5 und 10 Jahren tatsächlich kostet.
Kurz zur Abgrenzung, weil die Suchergebnisse das ständig vermischen. Hier geht's ums Mieten des Geräts selbst, also um ein Abo bei einem Versorger oder Ladeanbieter. Nicht gemeint ist dein Recht als Wohnungsmieter, eine eigene Wallbox einbauen zu lassen. Das regelt § 554 BGB, und mietrechtsiegen.de erklärt diesen Anspruch gegenüber dem Vermieter ausführlich. Wie du diesen Anspruch gegenüber Vermieter oder WEG konkret durchsetzt, zeigen wir außerdem in unserem Beitrag zur Wallbox in der Mietwohnung.
Noch was vorab: Ladenest vermietet selbst keine Wallboxen. Die Links zu den Mietanbietern in diesem Artikel sind ganz normale Quellenlinks, keine Provisionslinks.
Wallbox mieten, kaufen oder leasen: Was unterscheidet die Modelle?
Die kurze Antwort: Beim Kauf gehört dir die Box. Wer eine Wallbox mieten will, überlässt das Eigentum dem Anbieter. Leasing taucht fast nur als Baustein eines E-Auto-Leasings auf. Der Rest sind Details, leider teure.
| Kauf | Miete / Wallbox-Abo | Leasing | |
|---|---|---|---|
| Wem gehört die Box? | dir | dem Anbieter | dem Leasinggeber |
| Wie zahlst du? | einmalig | monatlich | monatlich, oft in der Autorate |
| Montage | zahlst du extra: €500 bis €3.000 laut ADAC (Stand: 29.06.2026) | bei SachsenEnergie laut Anbieter inklusive (Stand: 28.09.2026) | keine Angabe |
| Wartung und Reparatur | deine Sache | bei SachsenEnergie inklusive (Stand: 28.09.2026) | keine Angabe |
| Vertragsbindung | keine | 24 Monate bei SachsenEnergie und EMobility Netz (Stand: 28.09.2026) | Laufzeit des Leasingvertrags |
| Beim Umzug | abbauen, mitnehmen oder dalassen | Sonderkündigungsrecht bei beiden genannten Anbietern (Stand: 28.09.2026) | keine Angabe |
„Wallbox-Abo“ meint übrigens dasselbe wie Wallbox mieten. Klingt nur moderner. Am Ende ist's ein Vertrag mit Monatsrate und Mindestlaufzeit, egal wie ihn der Anbieter nennt.
Eine vierte Variante fällt in dieser Debatte gern unter den Tisch: die gebrauchte Wallbox. Die kann Kohle sparen, bringt aber eigene Sicherheitsfragen mit, die wir im Ratgeber zur gebrauchten Wallbox durchgehen.
Wallbox mieten: Preise im Monatsabo im Überblick
Eine normale Heim-Wallbox kostet dich als Miete zwischen €20 (SachsenEnergie, Stand: 28.09.2026) und €80 im Monat (Zaptec, Stand: 15.03.2024). Professionelle Schnellladetechnik kostet bis €550 und mehr (selfmade-energy, aktualisiert 06.05.2025). Die Angaben sind aber unterschiedlich alt, und das zählt mehr, als man denkt.
| Anbieter | Was du bekommst | Monatspreis | Mindestlaufzeit | Stand der Angabe |
|---|---|---|---|---|
| SachsenEnergie | Wallbox inkl. Installation, Wartung, Service und Reparatur | €20 brutto | 24 Monate | 28.09.2026, Anbieterseite |
| EMobility Netz „Sky & Water“ | Wallbox all-in inkl. Wartung und Kundenservice, gekoppelt an einen Ökostromtarif | €50 brutto plus €0,36 pro kWh | 24 Monate, danach monatlich kündbar | 28.09.2026, Anbieterseite |
| Zaptec | Standard-Wallbox | €40 bis €80 | keine Angabe | 15.03.2024, veraltet |
| Zaptec | professionelle Schnellladestation | bis €550 | keine Angabe | 15.03.2024, veraltet |
| selfmade-energy | mobile Ladestation | ab ca. €39 | keine Angabe | 11.10.2023, aktualisiert 06.05.2025 |
| Enpal | Wallbox vor allem im Paket mit PV-Anlage und Speicher | keine Angabe | keine Angabe | Anbieterseite, undatiert |
Die Zaptec-Zahlen sind zweieinhalb Jahre alt. Ich nehm sie trotzdem mit rein, weil sie in meiner Recherche die einzige Herstellerangabe für Standard-Wallboxen sind. Nur würde ich mich nicht darauf verlassen, dass sie heute noch so gelten.
Kleiner Exkurs, weil's mich ehrlich gesagt überrascht hat. Wer „wallbox mieten oder kaufen“ googelt, bekommt als ersten Treffer einen Forumsthread aus dem Oktober 2020 (Stand der Suche: 28.09.2026). Sechs Jahre alt, ein einzelner Leser mit einer sehr speziellen WEG-Frage. Das sagt einiges darüber, wie wenig sich bisher jemand die Mühe gemacht hat, das neutral durchzurechnen.
Zurück zu den Preisen. Den Punkt, den ich beim Wallbox-Abo am kritischsten finde, sieht man in der zweiten Zeile: Bei EMobility Netz ist die Miete an einen festen Strompreis von €0,36 pro kWh gekoppelt (Stand: 28.09.2026). Du mietest also nicht nur eine Box. Du bindest dich auch an einen Stromtarif. Ob der günstiger oder teurer ist als dein Haushaltsstrom, hängt komplett an deinem bisherigen Vertrag.
Und SachsenEnergie? Der Preis ist mit Abstand der niedrigste. SachsenEnergie ist allerdings ein regionaler Versorger aus Dresden, und ob das Angebot an deiner Adresse überhaupt buchbar ist, klärst du am besten direkt beim Anbieter.
Wallbox mieten oder kaufen: Die Rechnung über 1, 3, 5 und 10 Jahre
Die kurze Antwort: Bei €20 Miete im Monat bleibt Wallbox mieten fünf Jahre lang billiger als selbst der günstigste Kauf. Bei €40 bis €50 kippt die Rechnung je nach Kaufpreis nach zwei bis gut sieben Jahren. Und bei €80 im Monat ist Mieten gegen eine günstige Kaufbox von Anfang an die teurere Wahl.
Damit du die Zahlen nachvollziehen kannst, hier meine Annahmen:
Miete heißt Monatspreis mal Monate, aber mindestens 24 Monate, weil SachsenEnergie und EMobility Netz so lange binden (Stand: 28.09.2026). Für die Zaptec-Spanne übernehme ich diese 24 Monate als Annahme, eine eigene Angabe gibt's dort nicht.
Beim Kauf rechne ich mit den Gesamtkosten inklusive Montage, die der ADAC für eine 11-kW-Wallbox im Einfamilienhaus mit €1.200 bis €3.500 angibt (Stand: 29.06.2026). Die einzelnen Kostenblöcke dahinter schlüsseln wir in unserem Montage-Kostenüberblick auf.
Den Strom lasse ich in allen Zeilen weg.
Reparaturen und Wiederverkaufswert auch. Das schiebt die Rechnung ein bisschen Richtung Kauf, weil eine gekaufte Box in zehn Jahren vermutlich nicht ganz ohne Reparatur auskommt. Ich lass es trotzdem raus, statt eine Zahl zu erfinden.
Gesamtkosten nach Laufzeit (eigene Rechnung auf Basis der genannten Anbieter- und ADAC-Preise):
| Variante | nach 1 Jahr | nach 3 Jahren | nach 5 Jahren | nach 10 Jahren |
|---|---|---|---|---|
| Miete €20/Monat (SachsenEnergie, Stand: 28.09.2026) | €480 (24 Monate Minimum) | €720 | €1.200 | €2.400 |
| Miete €40/Monat (Zaptec untere Spanne, Stand: 15.03.2024) | €960 (24 Monate Minimum) | €1.440 | €2.400 | €4.800 |
| Miete €50/Monat (EMobility Netz, Stand: 28.09.2026) | €1.200 (24 Monate Minimum) | €1.800 | €3.000 | €6.000 |
| Miete €80/Monat (Zaptec obere Spanne, Stand: 15.03.2024) | €1.920 (24 Monate Minimum) | €2.880 | €4.800 | €9.600 |
| Kauf für €1.200 gesamt (ADAC unteres Ende, Stand: 29.06.2026) | €1.200 | €1.200 | €1.200 | €1.200 |
| Kauf für €3.500 gesamt (ADAC oberes Ende, Stand: 29.06.2026) | €3.500 | €3.500 | €3.500 | €3.500 |
| Kauf bei EMobility Netz (€2.100 einmalig plus €20/Monat, Stand: 28.09.2026) | €2.340 | €2.820 | €3.300 | €4.500 |
| Leasing | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe |
Die Leasing-Zeile bleibt leer, und das ist Absicht. Einzelpreise für eine geleaste Wallbox hab ich keine gefunden, weil sie meist in einer Autorate steckt. Rausrechnen lässt sich das nicht seriös.
Spannender als die Tabelle finde ich die Frage, wann genau der Kauf die Miete einholt:
| Monatsmiete | Kauf für €1.200 wird billiger nach | Kauf für €3.500 wird billiger nach |
|---|---|---|
| €20 | 60 Monaten (5 Jahre) | 175 Monaten (knapp 14,6 Jahre) |
| €40 | 30 Monaten | 88 Monaten (gut 7 Jahre) |
| €50 | 24 Monaten | 70 Monaten (knapp 6 Jahre) |
| €80 | sofort, weil schon die 24 Pflichtmonate €1.920 kosten | 44 Monaten |
Eigene Rechnung: Kaufpreis geteilt durch Monatsmiete, Kaufpreise laut ADAC.
Das Beispiel EMobility Netz: gleicher Anbieter, beide Preise
Selten nennt ein Anbieter Miete und Kauf für dieselbe Lösung nebeneinander. EMobility Netz macht genau das: €50 im Monat zur Miete, oder €1.250 Kaufpreis plus €850 einmalige Anschlussgebühr plus €20 Betriebskosten im Monat (Stand: 28.09.2026).
Ich hatte erwartet, dass der Kauf dort schnell gewinnt. Tut er nicht. Die Miete ist €30 im Monat teurer als die laufenden Kaufkosten, und die €2.100 Startkosten beim Kauf holst du damit erst nach 70 Monaten wieder rein (eigene Rechnung). Das sind knapp sechs Jahre. Wer früher auszieht oder das E-Auto abgibt, fährt bei diesem Anbieter mit der Miete günstiger.
Ein Warnschild gehört trotzdem hierher. Die Verbraucherzentrale kritisiert bei gemieteten Solaranlagen (Stand: 23.07.2026), dass manche Anbieter ihren Kostenvorteil über 25 oder 30 Jahre ausrechnen, obwohl der Vertrag nur 15 bis 20 Jahre läuft. Das bezieht sich auf PV-Miete, nicht auf Wallboxen. Das Prinzip passt aber genau: Rechne jede Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Anbieters gegen die Zeit, die du die Box realistisch nutzt.
Ein Posten fehlt in allen Zeilen, weil er überall gleich ist: die THG-Quote. Die hängt an deinem E-Auto, nicht an der Wallbox. Ob gemietet oder gekauft, du kannst sie jedes Jahr beantragen. Welche Anbieter gerade wie viel auszahlen, steht in unserem THG-Quote-Vergleich.
Verliere ich eine Förderung, wenn ich die Wallbox miete?
Kurz gesagt: Wallbox mieten privat, also im eigenen Einfamilienhaus, kostet dich keine Bundesförderung. Es gibt 2026 schlicht keine bundesweite Wallbox-Förderung für Privatleute, die du durchs Mieten verpassen könntest.
Die früheren KfW-Programme 440, 441 und 442 sind laut Enpal nicht mehr verfügbar (Stand: 12.01.2026), und Finanztip kommt zum selben Ergebnis. Was für dein Eigenheim heute stattdessen noch an echten Zuschüssen läuft, haben wir in unserem Förderungs-Überblick 2026 zusammengefasst. Ältere Ratgeber sagen noch, Mieter würden auf staatliche Zuschüsse verzichten. Selbst der von selfmade-energy, zuletzt aktualisiert am 06.05.2025, argumentiert so. Für ein Einfamilienhaus stimmt das heute nicht mehr.
Was es gibt, sind einzelne Programme von Ländern, Kommunen, Stadtwerken oder Netzbetreibern. Die haben eigene Regeln, und ob sie eine gemietete Box fördern, steht nur in der jeweiligen Richtlinie. Da würde ich vor Vertragsabschluss nachfragen, sonst unterschreibst du womöglich eine Miete und verschenkst einen lokalen Zuschuss.
Die einzige laufende Bundesförderung heißt „Laden im Mehrparteienhaus“ und startete am 15.04.2026. Bis zu €2.000 je Stellplatz gibt's dort für eine bidirektionale Wallbox, €1.500 für eine normale und €1.300 für die reine Vorverkabelung. Anträge laufen bis 10.11.2026, für große Wohnungsunternehmen bis 15.10.2026 (alle Angaben laut BMV). Antragsberechtigt sind Eigentümer und WEGs, keine einzelnen Mieter. Mit deiner Miet-oder-Kauf-Entscheidung fürs Eigenheim hat das nichts zu tun. Wer im Mehrfamilienhaus wohnt, findet die Details in unserem Beitrag zum 500-Millionen-Programm fürs Mehrparteienhaus.
Welche Vertragsfallen stecken im Wallbox-Abo?
Die meisten Fallen verstecken sich am Anfang und am Ende des Vertrags, kaum in der Monatsrate. Laufzeit, Rückbau, Kaufoption und die Frage, was „inklusive“ eigentlich heißt. Bevor du eine Wallbox mieten willst, würde ich diese Punkte klären:
- Mindestlaufzeit. SachsenEnergie und EMobility Netz binden dich 24 Monate (Stand: 28.09.2026). Wer nach zehn Monaten raus will, zahlt ohne Sonderkündigungsrecht die restlichen 14 trotzdem.
- Kündigungsfrist. Wie kündigst du danach? EMobility Netz ist nach den 24 Monaten monatlich kündbar. Für SachsenEnergie liegt mir zur Frist nach der Mindestlaufzeit keine Angabe vor, das gehört also in deine Fragenliste.
- Sonderkündigung bei Umzug. Beide Anbieter nennen sie (Stand: 28.09.2026). Wichtig ist, was genau als Umzug gilt und ob du dafür einen Nachweis brauchst.
- Rückbau. Wer zahlt den Abbau? Bei SachsenEnergie bleibt die Box Eigentum des Anbieters, und der kümmert sich beim Auszug um den Rückbau. Das ist ein anderer Fall als die Rückbaupflicht bei einer selbst gekauften Box in der Mietwohnung, die meist am Mieter hängen bleibt.
Klingt nach viel Kleingedrucktem? Ist es auch. Die nächsten Punkte kosten dich im Zweifel aber mehr als die Rate selbst.
- Kaufoption. SachsenEnergie nennt eine spätere Übernahme „grundsätzlich möglich“. Zu welchem Preis, steht dort nicht. Ohne feste Formel im Vertrag ist so eine Option wenig wert.
- Stromtarif-Kopplung. Die Kopplung an einen Stromtarif, wie bei EMobility Netz mit €0,36 pro kWh (Stand: 28.09.2026). Das kann gut oder schlecht sein. Du solltest es nur vorher wissen.
- Installationsumfang. Was heißt „Installation inklusive“? Ein kurzer Kabelweg in der Garage ist etwas anderes als eine lange Leitung quer durch den Keller. Lass dir schriftlich geben, was als Standardinstallation gilt und wer die Netzbetreiber-Anmeldung übernimmt.
- Preisanpassung. Darf der Anbieter die Monatsrate während der Laufzeit erhöhen, und hast du dann ein Kündigungsrecht?
Ehrlich gesagt ist Punkt 7 der, bei dem ich am ehesten mit Überraschungen rechnen würde. Einen konkreten Fall dazu kann ich dir nicht nennen, aber „inklusive“ ist bei Handwerksleistungen ein dehnbarer Begriff.
Was passiert mit der gemieteten Wallbox beim Umzug?
Bei den beiden Anbietern mit dokumentierten Vertragsbedingungen kannst du bei einem Umzug vorzeitig kündigen, und der Anbieter holt seine Box ab (Stand: 28.09.2026). Für viele ist genau das der Hauptgrund, überhaupt eine Wallbox mieten zu wollen. Mit einer gekauften Box sieht das anders aus, und was du dann darfst und musst, steht in unserem Ratgeber zur Wallbox beim Umzug.
Für wen lohnt sich welches Modell?
Eine Pauschalantwort gibt's nicht. Aber vier Situationen, in denen die Richtung ziemlich klar ist.
Du wohnst zur Miete oder ziehst bald um
Wallbox mieten. Das Sonderkündigungsrecht bei Umzug nimmt dir das größte Risiko ab, nämlich auf einer fest verschraubten Box sitzen zu bleiben. Die Zustimmung deines Vermieters für den Einbau brauchst du übrigens auch bei einer Mietbox. Wem das Gerät gehört, ändert nichts an der Wand, an die es kommt.
Du bist beim E-Auto noch unentschlossen
Dann ist Wallbox mieten eine Art Probezeit. 24 Monate bei €20 kosten dich €480 (eigene Rechnung, SachsenEnergie-Preis, Stand: 28.09.2026), ein Kauf mindestens €1.200 laut ADAC (Stand: 29.06.2026). Stellst du nach zwei Jahren fest, dass das E-Auto nichts für dich ist, hast du deutlich weniger Geld verbrannt. Bei €50 im Monat sieht's schon knapper aus: Nach 24 Monaten stehst du ebenfalls bei €1.200.
Du hast ein Eigenheim, vielleicht mit PV-Anlage
Kaufen. Ich glaub, hier ist die Sache am eindeutigsten. Du bleibst vermutlich lange, und über zehn Jahre liegt der Kauf in fast allen Zeilen der Tabelle vorn. Mit PV-Anlage kommt noch das PV-Überschussladen dazu. Ob eine Mietbox das kann, müsstest du beim jeweiligen Anbieter erfragen, beim Kauf suchst du dir die Funktion einfach aus. Worauf du beim Kauf achten solltest, erklären wir in den wichtigsten Kaufkriterien für 2026.
Du fährst einen Firmenwagen oder least dein E-Auto
Dann erst mal den Leasingvertrag lesen. Wer nach Wallbox-Leasing sucht, landet fast nur bei Autohaus-Angeboten, in denen die Wallbox Teil eines E-Auto-Leasings ist (Stand der Suche: 28.09.2026). Steckt die Box schon in deinem Paket, wäre eine zusätzliche Miete doppelt bezahlt. Beim Firmenwagen lohnt die Frage an den Arbeitgeber, ob er die Wallbox stellt. Die steuerliche Seite davon ist ein eigenes Thema, das ich hier bewusst nicht anreiße.
Wenn du kaufst: zwei 11-kW-Boxen als Preisanker
Wer nach der Rechnung Richtung Kauf tendiert, braucht einen realistischen Hardware-Preis. Zwei Beispiele aus dem unteren Preisbereich, beide mit 11 kW.
Die HEIDELBERG Wallbox 11 kW mit Typ 2 Ladekabel (Home Eco, 1. Generation) lag bei Amazon am 28.09.2026 bei rund €420. Laut Produktbezeichnung kommt sie mit Typ-2-Ladekabel.
Die go-e Charger Gemini Flex 11 kW kostete am selben Tag rund €615. Laut Produktbezeichnung lässt sie sich stationär und mobil nutzen, und das ist für alle interessant, die einen Umzug nicht ausschließen, aber trotzdem kaufen wollen.
Rechne die Montage mit ein. Die liegt laut ADAC bei €500 bis €3.000 (Stand: 29.06.2026). Mit der günstigeren Box landest du also bei mindestens rund €920 (eigene Rechnung), realistisch eher im ADAC-Bereich von €1.200 bis €3.500. Beide Boxen haben 11 kW und müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, eine Genehmigung wie bei 22 kW brauchst du dafür nicht. Willst du mehr als diese zwei Modelle sehen, findest du in unserem großen Wallbox-Vergleich die komplette Tabelle nach Leistungsklasse.
HEIDELBERG Wallbox 11 kW mit Typ 2 Ladekabel (Home Eco, 1. Generation)
Amazon ansehenPartnerlink. Kauf über diesen Link bringt uns eine Provision, der Preis bleibt für dich gleich.
go-e Charger Gemini Flex 11 kW
Amazon ansehen (Stand: 10. Aug)Partnerlink. Kauf über diesen Link bringt uns eine Provision, der Preis bleibt für dich gleich.
Meine Einschätzung
Eine Wallbox mieten ist kein Sparmodell. Es ist eine Versicherung gegen Unsicherheit, und die kostet Geld. Manchmal wenig, wie bei €20 im Monat. Manchmal ziemlich viel.
Wer weiß, dass er bleibt, kauft. Wer das nicht weiß, mietet und liest vorher das Kleingedruckte zu Laufzeit und Rückbau. Und egal, wie du dich entscheidest: Neben der Box gibt's noch Geld, das mit ihr gar nichts zu tun hat. Das holst du dir jedes Jahr, wenn du die THG-Quote für dein E-Auto sicherst.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt es sich, eine Wallbox zu mieten statt zu kaufen?
Für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren oft ja, darüber meistens nicht. Bei €20 Miete im Monat (SachsenEnergie, Stand: 28.09.2026) ist Mieten fünf Jahre lang billiger als ein Kauf für €1.200 (ADAC, Stand: 29.06.2026). Bei €40 bis €80 im Monat holt der Kauf deutlich früher auf. Wer lange im Eigenheim bleibt, fährt mit dem Kauf meist günstiger.
Was kostet Wallbox mieten pro Monat im Abo?
Für Heim-Wallboxen zwischen €20 (SachsenEnergie, Stand: 28.09.2026) und €80 im Monat (Zaptec, Stand: 15.03.2024). EMobility Netz verlangt €50 im Monat plus €0,36 pro kWh (Stand: 28.09.2026). Professionelle Schnellladestationen kosten bis €550 im Monat und mehr.
Gibt es beim Wallbox-Mietvertrag eine Mindestlaufzeit?
Ja. Wer bei SachsenEnergie oder EMobility Netz eine Wallbox mieten will, bindet sich 24 Monate (Stand: 28.09.2026). EMobility Netz ist danach monatlich kündbar. Beide Anbieter nennen ein Sonderkündigungsrecht bei Umzug. Prüf vor der Unterschrift, was genau als Umzug gilt.
Kann ich eine gemietete Wallbox später kaufen?
Manchmal. SachsenEnergie nennt eine spätere Übernahme grundsätzlich möglich (Stand: 28.09.2026), einen festen Preis dafür aber nicht. Lass dir die Berechnung des Kaufpreises schriftlich geben, sonst ist die Option wenig wert.
Bekomme ich eine Förderung, wenn ich die Wallbox nur miete?
Für eine private Wallbox im Einfamilienhaus gibt es 2026 keine Bundesförderung, weder beim Kauf noch bei der Miete. Die KfW-Programme 440, 441 und 442 sind nicht mehr verfügbar (Stand: 12.01.2026). Regionale Programme von Ländern oder Stadtwerken haben eigene Regeln, dort musst du einzeln nachfragen.
Wie viel spare ich über fünf Jahre, wenn ich die Wallbox miete?
Das hängt am Mietpreis. Bei €20 im Monat zahlst du in fünf Jahren €1.200 und damit so viel wie ein günstiger Kauf laut ADAC (Stand: 29.06.2026). Bei €50 im Monat zahlst du €3.000, also weniger als ein teurer Kauf für €3.500. Bei €80 im Monat sind es €4.800 und damit mehr als jeder Kauf (eigene Rechnung).
Quellen
- SachsenEnergie sachsenenergie.de
- Zaptec zaptec.com
- mietrechtsiegen.de erklärt diesen Anspruch gegenüber dem Vermieter mietrechtsiegen.de
- ADAC adac.de
- EMobility Netz „Sky & Water“ emobilitynetz.de
- selfmade-energy solarwissen.selfmade-energy.com
- Enpal enpal.de
- Verbraucherzentrale kritisiert bei gemieteten Solaranlagen verbraucherzentrale.de
- Enpal nicht mehr verfügbar enpal.de
- Finanztip finanztip.de
- „Laden im Mehrparteienhaus“ bmv.de