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Was kostet eine Ladung E-Auto zuhause? Der ehrliche Kostencheck 2026

Was kostet eine Ladung E-Auto zuhause? Der ehrliche Kostencheck 2026

Eine volle Ladung E-Auto zuhause kostet 2026 zwischen rund 8 € und 29 €. Der Abstand klingt absurd, ist aber real, und er hängt fast komplett davon ab, aus welchem Stromtopf du lädst. Was kostet eine Ladung E-Auto zuhause also wirklich? Genau das rechnen wir hier durch, Tarif für Tarif, samt der Ladeverluste, die die meisten Vergleiche unter den Tisch fallen lassen.

Stand: 07.08.2026. Alle Tarifpreise sind Durchschnitts- oder Neukundenwerte und ändern sich monatlich. Wo ein Preis steht, steht auch, woher er kommt.

Wichtig vorab, damit du im richtigen Artikel bist: Hier geht es um die Stromkosten pro Ladung, nicht um den Kaufpreis der Wallbox. Was die Hardware plus Montage kostet, steht ausführlich in unserem Beitrag zu den Wallbox-Kosten inklusive Montage. Dieser Text beantwortet nur eine Frage: Was zahlst du pro geladener kWh, und was pro 100 km?

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Die drei Preisebenen: warum eine Ladung mal 29 € und mal 8 € kostet

Beim Laden zuhause zahlst du nicht einfach "den Strompreis". Du zahlst den Preis der Quelle, aus der der Strom kommt. Und davon gibt es realistisch drei, plus eine vierte Variante für alle mit dynamischem Tarif.

Haushaltsstrom. Der ganz normale Tarif, aus dem auch Waschmaschine und Kühlschrank laufen. Laut der BDEW-Strompreisanalyse lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im April 2026 bei 37,0 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der teuerste Weg, ein E-Auto zu laden, und trotzdem der häufigste.

Drei bis vier Cent günstiger als Haushaltsstrom, im Schnitt: Das ist der Autostrom- oder Wallbox-Sondertarif, ein separater Tarif nur für die Wallbox, in der Regel über einen eigenen Zähler. Laut ADAC-Auswertung lagen Autostrom-Neukundentarife Anfang 2026 zwischen 19,74 und 34,05 Cent pro Kilowattstunde.

PV-Eigenverbrauch. Strom vom eigenen Dach. Der ist keine "Tarifzahl", sondern kostet dich genau so viel wie seine Erzeugung. Nach Berechnungen des Fraunhofer ISE liegen die Stromgestehungskosten kleiner Aufdach-Anlagen bei 6,4 bis 13,0 Cent pro Kilowattstunde. Das ist mit Abstand die günstigste Ebene.

Eine vierte Variante gibt es auch: ein dynamischer Stromtarif, der dem Börsenstrompreis folgt. In günstigen Nachtstunden kann er unter das Autostrom-Niveau rutschen, in teuren Stunden liegt er darüber. Eine feste Durchschnittszahl gibt es dafür seriös nicht, weil sie von deinem Ladezeitpunkt abhängt. Deshalb steht sie in der Tabelle unten ehrlich als "keine Angabe".

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Der Kostenvergleich: eine volle Ladung nach Tarifart

Jetzt die Zahlen an einem durchgängigen Beispiel. Annahmen: 70 kWh nutzbarer Akku, Laden an einer 11-kW-Wallbox, rund 10 % Ladeverlust (mehr dazu gleich), Verbrauch 19,7 kWh/100 km im ADAC-Testdurchschnitt. Die Euro-Werte sind eine eigene Rechnung auf Basis der genannten ct/kWh-Preise und des Ladeverlusts, keine gerundete Marketingzahl.

Szenario Preis Volle Ladung (70 kWh) Kosten pro 100 km
Haushaltsstrom (BDEW-Ø, April 2026) 37,0 ct/kWh 28,79 € 8,10 €
Autostrom-/Wallbox-Sondertarif 23,0 ct/kWh 17,89 € 5,04 €
Dynamischer Stromtarif börsenabhängig, keine feste Angabe keine Angabe keine Angabe
PV-Eigenverbrauch (Aufdach) 10,0 ct/kWh 7,78 € 2,19 €

Die Tabelle zeigt keine "richtige" Wahl, sondern eine Bandbreite: Wer nur mit Haushaltsstrom lädt, zahlt für dieselbe Fahrleistung grob das Dreieinhalbfache dessen, was PV-Eigenstrom kostet. Über ein Jahr mit sagen wir 30 Ladungen sind das über 600 € Unterschied, nur zwischen der teuersten und der günstigsten Ebene.

Warum stehen in der 70-kWh-Zeile 77,8 kWh hinter der Rechnung und nicht 70? Weil du mehr aus dem Netz ziehst, als am Ende im Akku landet. Das führt uns zum Faktor, den fast alle Rechner ignorieren.

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Ladeverluste: der Kostenfaktor, den kaum jemand mitrechnet

"Kosten pro Ladung = Akkukapazität mal Strompreis." So steht es überall. Und so ist es falsch.

Zwischen dem, was dein Zähler misst, und dem, was im Akku ankommt, geht Energie verloren. AC/DC-Wandlung, Kabel, das Batteriemanagement, alles zieht seinen Anteil. Bezahlen tust du für die kWh aus dem Netz, fahren kannst du nur mit den kWh im Akku.

Wie groß der Verlust ist, hängt stark davon ab, wie du lädst. Eine aktuelle ADAC- und Fraunhofer-ISE-Studie vom 7. August 2026 zeigt deutliche Unterschiede:

  • An der Wallbox mit 11 kW oder 22 kW bleiben die Verluste unter 7 % (Spanne 5,1 bis 10,6 %).

  • An der normalen Haushaltssteckdose (Schuko, 2,3 kW) steigen sie bis auf 24,2 % im Extremfall, im Mittel rund 15 %.

  • Beim PV-Überschussladen mit gedrosselter Leistung liegen sie unter 13 %.

Rechne das auf Geld um. An der Wallbox zahlst du für 70 kWh im Akku rund 75 kWh aus dem Netz. An der Steckdose können daraus im schlechtesten Fall über 92 kWh werden. Bei 37,0 ct/kWh sind das grob 6 € Aufpreis pro Ladung, nur wegen der Steckdose. Wer die Unterschiede zwischen beiden Ladewegen im Detail wissen will, findet sie in unserem Vergleich Wallbox oder Steckdose.

Die Steckdose ist also nicht nur langsamer und aus Sicherheitssicht die schlechtere Wahl. Sie ist auch pro geladener kWh spürbar teurer. Das ist der Grund, warum in unserer Beispieltabelle die Wallbox-Annahme von 10 % Verlust steckt und nicht null.

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§14a EnWG bei der Wallbox: der automatische Rabatt, den fast jeder übersieht

Jetzt zum Hebel, den kein einziger der Top-Konkurrenzartikel sauber erklärt. Seit dem 1. Januar 2024 bekommt jede beim Netzbetreiber angemeldete Wallbox ab 4,2 kW Anschlussleistung eine reduzierte Netzentgelt-Zahlung. Der Fachbegriff dafür ist "steuerbare Verbrauchseinrichtung" nach §14a des Energiewirtschaftsgesetzes.

Laut spotmyenergy reduziert das sogenannte Modul 1 das Netzentgelt automatisch um 110 bis 190 Euro im Jahr, ganz ohne Antrag. Du meldest die Wallbox an, der Rest passiert im Hintergrund. Diese Ersparnis ist ein Jahresbetrag auf der Netzentgelt-Zeile, kein Rabatt pro kWh, deshalb taucht sie in der ct/kWh-Tabelle oben bewusst nicht auf. Sie kommt obendrauf.

Es gibt drei Module:

  • Modul 1: pauschale Netzentgeltreduzierung, automatisch, kein separater Zähler nötig.

  • Modul 2: prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises, braucht einen eigenen Zähler, lohnt sich eher bei hohem Verbrauch.

  • Modul 3: zeitvariable Netzentgelte, seit April 2025, nur mit Modul 1 kombinierbar, nicht mit Modul 2.

Und dann die eine Sorge, die viele vom Anmelden abhält: "Dann kann mein Netzbetreiber mein Auto doch einfach abschalten." Nein, kann er nicht. Nach Angaben der Bundesnetzagentur garantiert §14a selbst im Steuerungsfall eine Mindestladeleistung von 4,2 Kilowatt. Die Wallbox wird gedimmt, nie ganz abgeschaltet. Bei 4,2 kW lädst du in einer Stunde immer noch Strom für rund 20 km nach. Für den Alltag reicht das fast immer.

Diese 4,2 kW sind übrigens auch der Grund, warum die Leistungsklasse deiner Wallbox hier mitspielt. Ob 11 kW oder 22 kW die richtige Wahl sind und was das für Anmeldung und Genehmigung bedeutet, klären wir in Wallbox 11 kW oder 22 kW. Wer die Steuerung per App und dynamische Ladeprofile nutzen will, sollte auf ein steuerbares Modell achten, wie wir es in Wallbox mit Lastmanagement beschreiben.

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PV-Überschussladen: die Kosten der günstigsten Ladung

Wer eine PV-Anlage auf dem Dach hat, spielt in einer eigenen Liga. Statt 37,0 ct/kWh aus dem Netz kostet dich die selbst erzeugte kWh nur 6,4 bis 13,0 Cent, das sind die Gestehungskosten deiner eigenen Anlage, keine Tarifzahl. In unserer Beispieltabelle landet eine volle Ladung damit bei knapp 8 € statt 29 €.

Der Trick heißt PV-Überschussladen: Die Wallbox lädt nur mit dem Solarstrom, den das Haus gerade nicht selbst braucht, und drosselt sich dynamisch nach Sonnenangebot. Wie das technisch funktioniert und welche Wallbox das sauber kann, steht ausführlich in Wallbox mit PV-Überschussladen.

Ein Modell, das sowohl §14a-steuerbar ist als auch PV-Überschussladen beherrscht, ist der go-e Charger. Er wird als stationäre und mobile Wallbox mit WLAN, App und RFID angeboten und lässt sich für Überschussladen und dynamische Steuerung konfigurieren.

go-e Charger Gemini Flex 11 kW

Ein Hinweis zur Beschaffung: go-e hat kein eigenes Partnerprogramm, sondern verkauft über Fachhändler. Die Preise oben stammen vom jeweiligen Händler, nicht von uns, und ändern sich laufend.

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Miss deine echten Ladekosten, inklusive Ladeverluste

Alle Zahlen hier sind Durchschnitte. Deine echten Kosten kennst du erst, wenn du misst, wie viel Strom tatsächlich in die Wallbox fließt, inklusive der Ladeverluste, die die Autoanzeige nicht zeigt.

Genau dafür gibt es einen separaten, MID-zertifizierten Stromzähler für die Hutschiene im Zählerschrank. Er erfasst die kWh, die wirklich durch die Wallbox gehen, und ist dank der eichrechtskonformen MID-Zertifizierung auch für eine spätere Abrechnung tauglich, etwa wenn dein Arbeitgeber das Laden erstattet. Ein günstiges, verbreitetes Modell ist der Orno 3-Phasen-Zähler.

Orno OR-WE-520 Stromzähler Hutschiene, 3-Phasen MID-zertifiziert, 0,25-80A

Der Einbau in den Zählerschrank gehört in Elektriker-Hände, nicht in eine Heimwerker-Anleitung. Aber die 40-Euro-Investition beantwortet dir zuverlässig, was ein Ratgeber nur schätzen kann: was eine Ladung bei dir zuhause wirklich kostet.

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Stromkosten E-Auto pro 100 km: was übrig bleibt, und wie du noch mehr sparst

Fürs Bauchgefühl ist die Zahl pro 100 km oft griffiger als die pro Ladung. Der ADAC-Ecotest misst für aktuelle E-Autos einen Verbrauch von 13,4 bis 29,7 kWh pro 100 Kilometer, im Testdurchschnitt zuletzt 19,7 kWh/100 km. Mit Ladeverlust und Haushaltsstrom sind das die 8,10 € aus der Tabelle, mit Autostrom rund 5 €, mit PV gut 2 €.

Der Tarif ist aber nur der eine Hebel. Der zweite hat mit dem Laden selbst gar nichts zu tun und wird trotzdem am häufigsten liegen gelassen: die THG-Quote. Die Treibhausgasminderungsquote ist eine Prämie, die jedem Halter eines reinen E-Autos zusteht, unabhängig davon, welche Wallbox du fährst oder ob du überhaupt eine hast. Je nach Anbieter und Jahr sind das rund 230 bis 390 € pro Jahr, für ein paar Minuten Aufwand.

Zum Vergleich: Der Wechsel von Haushaltsstrom auf einen Autostrom-Tarif spart in unserem Beispiel bei 30 Ladungen rund 330 € im Jahr. Die THG-Quote bringt in derselben Größenordnung noch einmal Geld, ohne dass du irgendetwas an deinem Strom ändern musst. Welcher Anbieter aktuell wie viel zahlt, zeigt unser THG-Quote-Vergleich, wo du dir bis zu 390 € im Jahr zusätzlich sicherst.

Ein Punkt mit Verfallsdatum: Die THG-Quote läuft in jährlichen Fristen, und wer die Frist verpasst, verschenkt das Geld für das ganze Jahr. Wann du spätestens dran sein musst, steht in THG-Quote 2026: Ablauf und Fristen.

Steht ohnehin eine Wallbox-Anschaffung an, lohnt sich auch ein Blick auf die Förderung als Kostenhebel, bevor du kaufst. Den aktuellen Stand der Programme haben wir in Wallbox-Förderung 2026 zusammengetragen. Förderprogramme öffnen und schließen aber laufend, prüfe deshalb immer das Datum.

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Fazit: der Preis pro Ladung ist eine Frage der Quelle

Was kostet eine Ladung E-Auto zuhause? Zwischen 8 € und 29 €, je nachdem, ob der Strom vom eigenen Dach, aus einem Autostrom-Tarif oder aus dem normalen Haushaltstarif kommt. Wer nur eine Zahl will: Mit durchschnittlichem Haushaltsstrom zahlst du 2026 rund 29 € pro voller 70-kWh-Ladung, also etwa 8 € pro 100 km.

Die größten Hebel, in dieser Reihenfolge: eigener PV-Strom, dann ein Autostrom-Tarif mit §14a-Anmeldung, dann die THG-Quote als jährliches Extra, das mit dem Laden gar nichts zu tun hat und trotzdem am meisten liegen bleibt. Und lade an der Wallbox, nicht an der Steckdose, sonst zahlst du ein knappes Viertel deines Stroms für Verluste, die nie im Akku ankommen.


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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine volle Ladung E-Auto zuhause 2026?

Bei durchschnittlichem Haushaltsstrom von 37,0 ct/kWh kostet eine volle 70-kWh-Ladung rund 29 €, inklusive rund 10 % Ladeverlust an der Wallbox. Mit einem Autostrom-Tarif von etwa 23 ct/kWh sinken die Kosten auf ungefähr 18 €, mit eigenem PV-Strom von rund 10 ct/kWh auf knapp 8 €. Der Preis hängt also fast komplett davon ab, aus welcher Stromquelle du lädst.

Wie viel kostet das Laden pro 100 km?

Bei einem Durchschnittsverbrauch von 19,7 kWh pro 100 km und Haushaltsstrom liegst du bei rund 8 € pro 100 Kilometer. Mit einem Autostrom-Tarif sind es etwa 5 €, mit selbst erzeugtem Solarstrom nur gut 2 €. Die Werte enthalten bereits die Ladeverluste, die am Zähler anfallen, aber nicht im Akku landen.

Ist Laden an der Steckdose teurer als an der Wallbox?

Ja. An der Haushaltssteckdose gehen laut ADAC und Fraunhofer ISE bis zu 24,2 % der Energie als Ladeverlust verloren, an der Wallbox dagegen unter 7 %. Du bezahlst den verlorenen Strom trotzdem. Pro voller Ladung können das mehrere Euro Aufpreis sein, allein wegen des Ladewegs. Die Wallbox ist also nicht nur schneller, sondern pro geladener kWh auch günstiger.

Was bringt der §14a-Rabatt konkret?

Für jede seit 2024 beim Netzbetreiber angemeldete Wallbox ab 4,2 kW reduziert sich das Netzentgelt über Modul 1 automatisch um 110 bis 190 € im Jahr, ganz ohne Antrag. Das ist ein Jahresbetrag, kein Rabatt pro kWh. Im Steuerungsfall wird die Wallbox nur auf mindestens 4,2 kW gedimmt, nie ganz abgeschaltet.

Lohnt sich ein separater Autostrom-Zähler für jeden?

Nicht für jeden. Ein Autostrom-Tarif spart im Schnitt drei bis vier Cent pro kWh, aber ein separater Zähler kostet 100 bis 2.000 € Installation. Laut ADAC rechnet sich das meist erst ab etwa 10.000 km Jahresfahrleistung. Bei Wenigfahrern frisst die Installation die Ersparnis schnell wieder auf. Rechne mit deinem echten Jahresverbrauch, bevor du einen Zweitzähler setzen lässt.

Quellen

  1. BDEW-Strompreisanalyse bdew.de
  2. ADAC-Auswertung adac.de
  3. Fraunhofer ISE ise.fraunhofer.de
  4. ADAC- und Fraunhofer-ISE-Studie ecomento.de
  5. spotmyenergy spotmyenergy.de
  6. Bundesnetzagentur bundesnetzagentur.de
  7. ADAC-Ecotest adac.de

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